Straßenbahnneubaustrecke Blankenburger Süden

Am 17. Februar wurde auf dem Internetportal der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Straßenbahnneubaustrecke für Blankenburg vorgestellt. Wir sind alle schockiert und fassungslos über das Vorgestellte und zweifeln die Wirtschaftlichkeit dieser Planungen an!

Die Art und Weise solche Informationen, trotz eines Vorort-Informations-Büros jetzt nur über ein Internetportal zu veröffentlichen, zeugt wieder einmal von einem unfairen und unsozialen Verhalten der Senatsverwaltung!

Blankenburger Süden

Nein, zu Enteignung und Verdrängung von Berlinern - Gegen Investoren, den Ausverkauf von landeseigenen Flächen und Bauwahnsinn

In Pankow, zwischen Blankenburg und Heinersdorf, soll ein neues Stadtquartier „Blankenburger Süden“ entstehen, eine Großbaustelle in der Dimension des BER. Dass in Berlin dringend neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden muss, steht außer Frage. Aber wer sich genauer mit dem Blankenburger Süden beschäftigt, wird schnell feststellen, dass hier nicht der soziale Wohnungsbau im Vordergrund steht, sondern politische Interessen und Investoren.

Bis zum 02.03.2018 wurde seitens der Senatsverwaltung klar kommuniziert, dass auf dem Blankenburger Feld (auch Blankenburger Rieselfeld genannt, Pflasterweg/Heinersdorfer Str.) ca. 4.000 bis 6.000 Wohneinheiten realisiert werden sollen. Diese wurden aber bereits zu diesem Zeitpunkt sehr kritisch diskutiert, da kein funktionierendes Verkehrskonzept existiert, ist das Verkehrsaufkommen übermäßig hoch und das öffentliche Verkehrsnetz schon jetzt komplett überlastet.

Bei der „Auftaktveranstaltung Blankenburger Süden“ am 03.03.2018, wurden Planungen als drei mögliche Alternativen (A, B, C) vorgestellt, die so im Vorfeld nie kommuniziert wurden. Quasi über Nacht wurden aus den möglichen 4.000 bis 6.000 Wohneinheiten schlagartig 10.400 mögliche Wohneinheiten.

Blankenburger Süden

In allen drei möglichen Baualternativen (A, B, C) wurden zum Entsetzen der Anwesenden, Planungen vorgestellt, die nicht nur das Blankenburger Feld, sondern auch Teile Blankenburgs, sowie die Erholungsanlage Blankenburg (größte Deutschlands) mit gut 1.400 Grundstücken, sowie die KGA Familiengärten in Heinersdorf (gut 200 Grundstücken) einbezogen. Man kann hierbei von einer kompletten Überplanung sprechen. Auch die Art und Weise, wie am 03.03.2018, mit den dort Anwesenden umgegangen wurde, war höchst unsozial und menschenverachtend. Von den 1.400 Grundstücken der Erholungsanlage Blankenburg, befinden sich derzeit ca. 400 in privatem Besitz. Auf Fragen an die Verantwortlichen, bezüglich privater Grundstücke, wurde klar kommuniziert, dass man diese auch enteignen würde.

Auch auf die Fragen, wie der Nahverkehr zukünftig gelöst werden soll, gab es keinerlei verbindliche Aussagen. Der derzeitige Nahverkehr im Raum Blankenburg, Karow und Buch ist aufgrund fehlender Infrastruktur bereits jetzt  vollkommen überlastet.

Stellt man sich nur einen Bevölkerungszuwachs in Blankenburg (ca. 8.000 Einwohner) von ca. 25.000 Menschen vor, was ca. 300% beträgt, ist eine solche Planung vollkommen irrsinnig. Auch sollen landeseigene Flächen an Investoren verkauft werden, um das Bauprojekt finanzieren zu können.

Speziell auf den Flächen der Erholungsanlage Blankenburg und KGA Familiengärten sollen Ein- und Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Sowohl die KGA Familiengärten als auch die Anlage Blankenburg haben eine lange Geschichte. Im Fall der Anlage Blankenburg wäre eine komplette oder Teilüberbauung fatal. Die Anlage Blankenburg ist einzigartig in Ihrer Gesamtheit, Sie wurde 1909 gegründet und ist die größte zusammenhängende Erholungsanlage in Europa.

Die Bürgerinitiative „ [WIR SIND]"

Die Bürgerinitiative [WIR SIND] wurde am 19. 06. 2018 gegründet, um alle Berliner und Blankenburger zu erreichen, aufzurütteln und zum Mitmachen zu bewegen. Es dürfen keine politischen Interessen bei Großbauprojekten (Blankenburger Süden) im Vordergrund stehen, sondern der Bürgerdialog!

Unser Protest hat das Ziel, die politischen Verantwortlichen dazu zu bewegen, alternative Möglichkeiten eines sozial- und umweltverträglichen Wohnungsbaus, ohne Enteignung und Vertreibung der in Blankenburg lebenden Menschen in die Wege zu leiten.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die friedlich an unseren Protestaktionen teilnehmen möchten, sind herzlich eingeladen.

Sie möchten helfen?

Treten Sie unserer Facebook-Gruppe bei und helfen Sie uns, unseren Protest öffentlich zu machen. Informieren Sie sich und teilen Sie Beiträge.

 

Neuigkeitungen

Vor-Ort-Sprechstunden Blankenburger Süden

Offener Brief – Wer verliert sein Zuhause?

Der Ärger um den „Blankenburger Süden“ geht weiter.

von Christian Hönicke

 

Presse

Blankenburger Süden

So verhindert Rot-Rot-Grün ganz aktiv den Wohnungsbau in Berlin

Mit einem Federstrich verhinderte der Senat den Bau von 1100 Wohnungen…

Gunnar Schupelius
 
Vor-Ort-Sprechstunden Blankenburger Süden

Kritik an Bürgerbeteiligungsbüro Blankenburg

Das Bürgerbüro des Senats in der Albert-Schweitzer-Anlage sei eine Farce.

bucher-bote
 

Entscheidung über „Blankenburger Süden“ erst 2019

Eigentlich sollte das Abgeordnetenhaus schon 2018 entscheiden, welche Variante des umstrittenen Bauprojekts zustande kommen soll. Nach Protesten wurde die Entscheidung verschoben.

 

Protest Galerie

Videos - Blankenburger Süden

Weitere Artikel - Blankenburger Süden

online dialog

Online Bürgerdialog zum Thema Blankenburger Süden

Ein Dialog setzt voraus, dass auf Fragen und Anmerkungen geantwortet wird. Der online Dialog entwickelte sich mehr zu einer Einbahnstraße, wobei sich Berliner und Blankenburger klar gegen die drei Entwicklungsalternativen aussprachen!

 

Lichterkette Blankenburger Sueden

Die Bürgerinitiative „Wir sind Blankenburger & Berliner“

Mitglieder der Bürgerinitiative [Wir sind] Blankenburger & Berliner protestierten still mit einer Lichterkette gegen die bisherigen Pläne des Senats zum Bauvorhaben im Blankenburger Süden.

 
Blankenburger Süden

Proteste gegen neue Stadtteile in Berlin und Freiburg

Der Bedarf an Wohnraum in Städten ist groß. Um diesen zu decken, planen Berlin und Freiburg neue Stadtquartiere – auf Kosten von Mensch, Tier und Natur. Die Gegenstimmen sind laut und verlangsamen den Wohnungsneubau

Von Wolf-Sören Treusch & Anke Petermann
 

Ein Dorf kämpft gegen das Bauprojekt der Superlative

„Neue Wohnungen ja, aber nicht, wenn andere dafür weichen müssen“

Von Peter Neumann
 
Blankenburger Sueden

Bürgerinitiative protestiert

Die Initiative protestierte mit einer Mahnwache vor dem Roten Rathaus gegen Pläne des Senats.

 

Hier wird bezahlbarer Wohnraum vernichtet

Anwohner und Betroffene sind entsetzt. In einem Internet-Forum demontieren sie das Kommunikationsverhalten des Senats – samt Beteiligungsverfahren.

Von Thorsten Gabriel
 
Back to Top